Brakel w
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Gut Albrock Allgemein
Albrock - alter Siedlungsort. Nach Wüst-Fallen Teile an von Asseburg, von der Borch und zur Gemeinde Bellersen
Hofgeschichte
Der Ort ist eine alte Siedlung Aelbroch, Ahlbrock und wird bereits 1127 erwähnt. Funde weisen einen Siedlungsort für 6-15 Höfe hin. Die archäologischen Funde weisen eine Besiedlung aus von ca. 770 bis 1350. Die Flächen werden weiter bewirtschaftet von mehreren Eigentümern (Asseburg, v. d. Borch und Gemeinde Bellersen). Bellersen muss sich zurückziehen in der Zeit der Agrarreformen und verliert auch das Huderecht im Wald. 800 Morgen landwirtschaftliche Fläche an Schloss Hinnenburg verkauft. Ein Teil davon wird aufgeforstet. Die Fläche wird politisch dem Gemeindeteil Hinnenburg zugeschlagen.
Die Gebäude des Gutes Albrock werden um 1830 erbaut. Es wird selbständiges Rittergut des Grafen von Bocholtz-Asseburg, gelegen 3 km westlich des Schäferhofes, in einer großen Waldinsel des Emder Waldes.
Gebäude
Die dreiseitige Hofanlage mit dem Herrenhaus (klassizistische) stammt von 1830 und wird im spätbarocken Stil errichtet. Die beiden Wirtschaftsgebäude sind im Grundriss gleich, aber in der Größe unterschiedlich. Der Blick in den Wirtschaftshof von der Straße her zeigt links die Stallungen und rechts die mächtige Scheune. Am Kopfende das kleine Herren-/Verwalterhaus. Die Gutsanlage wurde 1998 in das Denkmalbuch der Stadt Brakel eingetragen.
Zur Landwirtschaft
Dieses Gut ist bekannt aus der Zeit des aktiven Betriebes als eigenes Vorwerk. Aus der Anfangszeit dieser Hinweis:
- Gutsverpachtung für 1866 (Kölnische Zeitung v. 24. Mai 1865):
1,5 ha Hof / 157 ha Acker / 1,5 ha Wiesen / 32 ha Viehweide
Folgende Daten sind bekannt:
- Karl Berendes (Sohn des Arztes Berendes und Verwandter von Gernot Berendes, Flechtheimer Hof) war dort Pächter. Neben Schafen gab es auch eine Kuhherde.
- Später war Schäfer Nolte Pächter, dessen Sohn Karl-Heinz Nolte im Jahr 1989 nach 12 Jahren als Pächter von Albrock nach Erkeln übersiedelte.
- Das Niekammer-Adressbuch von 1931 (Landwirtschaftliches Adressbuch) beschreibt die Anlage wie folgt:
Ort und Eigentümer: Gemeinde Hinnenburg, Graf Busso von Bocholtz-Asseburg; Rittergut Albrock, Verwalter Karl Berendes: Fläche 137 ha / Viehbestand (zus. mit Rittergut Wallhausen) 15 Pferde, 23 Kühe, 28 Schweine. - 1989 Ende der landwirtschaftlichen Nutzung der baulichen Anlagen. Die Flächen werden vom Schäferhof aus bewirtschaftet.
2004-2017: Nutzung als Treff für Motorradfahrer
Seit 2004 wird das Gut als Motorradfahrer-Treff unter dem Namen "Alb-Rock-Café" (Rainer Ewers) genutzt. 2016 zieht er eine erfreuliche Bilanz (NW v. 05.10.2016: "Service und Hilfsbereitschaft" für Biker und andere Besucher). Doch der Gastronomiebetrieb wird Ende 2017 wieder geschlossen, der Biker-Treff endet.
2022: Initiative für 5 Windräder
Die Stadt und die Gremien befassen sich mit diesem Antrag. Ein Problem ist die unter Denkmalschutz stehende Hofanalage und der umgebende Wald. - Der Eigentümer sagt, die Gebäude werden verfallen, eine neue Nutzung sei nicht möglich. Die NW vom 24.10.2022 schreibt: "Aus Albrock wird ein Lost Place". Ein aufgegebener Ort, der nach und nach verschwindet mit der Zeit.
Literatur
- Horst-D Krus: Schön bei der ersten urkundlichen Erwähnung bestand Albrock seit mindestens 250 Jahren. Neue Westfälische v. 23.06.1982
Fotostrecke Gut Albrock
| Das Verwalterhaus 2002. Es ist seit über 10 Jahre nicht bewohnt. | Die Lage des Gutes an der Kreisstraße K 2 in Richtung Nieheim | |
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| Das Bild von 1990 zeigt die östliche Fläche, die zum erheblichen von Bellersen dazugekommen ist. Der Boden ist steinig, weiter unten etwas besser. | Das Gut von er Rückseite her (1990) mit der Kultur Winterraps. Diese zeigte im Frühjahr gorße Auswinterungsschäden. | |
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| Der Innenhof zu Zeiten Biker-Treff (2017). Die alten Stallungen werden als Werkstatt und Lagerung genutzt. | Der Handzettel zur Eröffnung des Biker-Treffs der Motarradfreunde von 2004 zeigt die Anlage im Luftbild 2004 |
Weiler'sche Erben
Weiler'sche Erben; Adresse: Am Markplatz 10, 33034 Brakel
Eintrag im Niekammer-Adressbuch 1931
Weiler'sche Erben, Josef; Marktstr. 2: Fläche 53 ha LF (landw. Fläche); ohne Vieh
Über die Familie Weiler ist folgendes bekannt
Die Familie Weiler waren jüdische Kaufleute und hatten ihr Domizil zunächst ihren Hauptsitz Am Markt 2, dann Am Markt 10 Ecke Hanekamp (später Haus Salmen).
Josef Weiler war Mitinhaber der Fa. Landhandel Weiler-Heineberg-Flechtheim, einer bekannten Firma für Landhandel und Produkte für die Landwirtschaft. Das Haus Am Markt wird als landwirtschaftlicher Betrieb genannt, über eine direkte landwirtschaftliche Tätigkeit und Bewirtschaftung von Flächen ist nichts bekannt. Hermann Weiler (1877-1933) war anerkannte vielseitig engagierter Bürger. Die Firma und der Besitz wurden im Zuge der Enteignung jüdischen Besitzes in der NS-Zeit ab 1938 verkauft.
Literatur
Vgl. Link Landhandel Weiler-Heineberg-Flechtheim
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| Am Markt 10, Haus Salmen (Foto: Liste Baudenkmäler Wikipedia, ca. 2016) | Bild |
Parensen-Johannes
Fachwerk Wohn- und Geschäftshaus Parensen
Hanekamp 1, 33034 Brakel
Eintrag Niekammer Adressbuch 1931: Johannes Parensen, Hanekamptor 1: 27 ha LF (landw. Fläche), viehlos
Aus der Geschichte ist bekannt
Die Flächen Parensen waren verpachtet. Ein Teil lag in der langen Wanne, die ab 1963 Gelände der Nato-Kaserne der Belgier wurde. Das große Haus am Markplatz (Eckhaus Ostheimer Str.) war das bekannte Textilgeschäft Parensen. Heute Haus Gaentzsch mit Cafe Bäckerei Engel (später Café Tante Erna) und weiten Geschäften.
| Fachwerkhaus Hanekamp 1, Haus Parensen (Foto: Baudenkmäler Brakel Wikipedia, ca.. 2015) |
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Brautlacht, Franz
Der Gebäudekomplex Franz Blautlacht in der Wolfkuhle 40-42 ist ein ehemaliger großer Hof mit Leibzuchthaus. Beide Gebäude steheh seit 1983 unter Denkmalschutz.
Familie besaß landwirtschaftliche Flächen am Sudheimer Berg und im Annenfeld. Dort war eine große Fläche, sie wurde vorwiegend als Pensionsweide genutzt.
Eintrag im Niekammer Adressbuch 1931
Franz Brautlacht, Wolfskuhle 40: 26 ha LF (landw. Fläche); viehlos
Aus der Hofgeschichte ist bekannt
Die Landwirtschaft wurde vermutlich im Lauf des Zweiten Weltkrieges aufgegeben. Das Haupthaus wurde zum Hotel ausgebaut, der Hotelbetrieb dauerte von ca. 1955 bis 1985. Die Inneneinrichtung ist teilweise erhalten und repräsentiert einen gepflegten Einrichtungsstil. Franz Brautlacht war ein Original, er war (mit großem Auto) reiselustig und tat viel für die Nachbarschaft und das Viertel. Er ließ sich gerne als "Kuhlengraf" (von der Straße Wolfskuhe) titulieren.
Der Familienname Brautlacht ist in Brakel nicht mehr vorhanden.
Von Psychogerd - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=79357775
Aus Quellen
Das kleine Sudheimer Holz mit der Größe von 134 Morgen war im Besitz der "Brautlacht'schen Meierstätte", bevor es in den Betzt derer von Mengersen aus Rheder kam.
Vgl. Ewald 1925, S. 125
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| Wolfskuhle 40 (Foto: Liste der Baudenkmäler Brakel Wikipedia) | Wolfkuhle 42 (Foto: Liste der Baudenkmäler Brakel Wikipedia) | |
| Eingangstür mit Wappenfenster unter kleinem Vorbau (2019) |



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