Der Link zum Beitrag: Erntedankfeste Hinenburg im neuen Stil (Hier)
Das Reichserbhofgesetz vom Sept. 1933 war Teil der Ideologie der Nationalsozialisten. Es sollte die landwirtschaftlichen Höfe vor Zersplitterung und Überschuldung bewahren. Die Erbhöfe hatten Flächen im Umfang von 7,5 ha ("Ackernahrung") bis 125 ha. Ein Erbhofbauer musste bauernfähig, ehrbar und arisch sein.Nur der Besitzer eines Erbhofes durfe sich "Bauer" nennen. Die Höfe mussten eine Hofkarte führen.
Liste der Höfe 1934
- Bobbert, Johannes, Meierhof
- Dohmann, Heinricht, Grautenhof
- Dreker, Wilhelm Miggen-Inselhof
- Geilhaar, Josef, Münchhof
- Giefers, Heinrich, Brennekenhof
- Güntermann, Ferdinand, Bökershof
- Heilemann, Hubert, Jochmenshof,
- Heilemann, Robert, Ottenshof
- Kröger, Anton, Holthof
- Peters,Josef, Willekenshof
- Reitemeier, Anton, Klosterhof
- Rochell, Anton, Weisenhof
- Rochell, Heinrich, Gievershof
- Rochell, Wirtwe, ?
- Schäffer, Josef, Luisenhof
- Schwarzendahl, Theodor, Mühlenhof
- Spellerberg, Josef, Wasserhof
- Todt, Heinrich, Tünnjesmeier
- Wintermeier, Hermann, Schäferhof
Nach einer Meldung im NS-Volksblatt für Westfalen, Kreisblatt Höxter v. 07.10.1979
Das Fest - zm Lob und Dank des Bauerntums - lief wie folgt ab:
- Eintreffen auf dem Marktplatz mit Fanfarenmusik und Aufstellung.
- Marsch in die Aula der Bredenschule
- Ansprache des Ortsbauernführers [Franz] Knüdeler mit Überreichung der Erntekrone
- Ortsgruppenführerer [Hermann] Meyer spricht das besondere Lob aus für die Bäuerin
Gdenken "für die kämpgfende Front, die draußen vor den Tores des Reiches Wache hält"
- Ehrung von verdiensten Mäünnern mit Überreichung der Ehrenzeichen
- Die Veranstaltung wird umrahmt durch Lieder der Maiden, Instrumentalmusik und Spruchgut
In der NS-Zeit hatte die Landwirtschaft eine Sonderrolle. Sie wurde neu organisiert, um eine besserere Ernährungssicherung zu gewährleisten. Die Leistungsfähigkeit war eine wichtige Voraussetzung für den Kriegsbeginn überhaupt. Mit Mühe und Not erlangte die Erzeugung ein höheres Niveau.
Hier sind folgende Beiträge zu finden:
- Reichserntedankfeste Bückburg 1933-1937 (hier)
- Erntedankfest Brakel 1937 (hier)
Das "Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben" ist eine Instution.in Westfalen-Lippe. Der Kreis Höxter ist als Teil des Gebietes auch öfter an der Reihe mit interessanten Beitragen. Es ist förderlich, dass auch Mitglieder der Redaktion aus dem Kreis vertreten sind. Über die Jahre ergibt sich ein interessanter Einblick, der aber hier nur auschnittweise dargestellt werden kann.
Hier ist die Liste mit den Beiträgen
2026 Heft 11
- "Ein Kurs als Wegweiser" (Auf ein Wort, Leitartikel von Patrick Otte):
Dei Grundkurses der lLandvolkshochschule Hardehausen ist ein intensiver Krus für junge Landwirte und Landwirtinnen, die in der Branche Landwirtschaft ihren Lebensweg sehen.
- "Ein Kompass fürs Leben" (zwei Seiten von P. Otte))
Der Grundkurs in Hardehausen hat mit dem Jahrgang 2026 jetzt insgesamt 100 Mal stattgefunden. Er wird seit 1950 angeboten und fand bis 1972 getrennt für junge Frauen und Männer statt. Von den den 24 Teilnehmenden 2016 werden acht porträtiert. Darunter Vincent Schnückel (aus Hardehausen) und Fabian Tegethoff (aus Welda). Man liest von der Horizonterweiterung, den Kontakte und dem Netzwerk und den Blick auf die eigene Persönlichkeit. es werden fertigkeiten vermittelt , die im Berufsleben wichtig sind.
- "Mit dem Zug ins Jahr 1975" (zwei Seiten von P. Otte)
Die Anlage der Modellbundesbahn in Brakel erweckt ein Stück ostwestfälische Eisenbahn-Geschichte zum Leben. Sie begeistert Laien und Experten. Doch ihr Ende naht. - Ein Streifzug mit den Modellbaueru Karl Fischer und Norbert Sickmann.
2026, Heft 13
- "Aus der Hematküche" (zwei Seiten von Bettina Pröbsting)
Die Brakeler Landfrauen machen einen Kochkurs für Frauen in der Frauenwoche. Bereits zum dritten Mal findet die Gemeinschaftsaktion für das Dorfleben statt.. Vorgestellt werden sieben Rezepte aus der App "Heimatküche.com". . . .
Von einzelnen Hofgeschichten
Vorstellt werden wenige Betriebe, um die wechselvolle Entwicklung der Landwirtschaft zu zeigen:
Hof Rose in Daseburg
Der 100 Morgen-Hof ist sehr breit aufgestellt mit Kulturen und Viehhaltung. An technischen Neuerungen sind Kunstdüngerstreuer und eine Drillmaschine vorhanden. 1945 erfolgt die Aussiedlung und mit dem Gemüsezwiebel-Anbau wird 1985 begonnen.
Hof Michels in Warburg
Er hof liegt 1824 zwischen den Städten. Neben Landwirtschaft werden Wirtschaft, Brauerei, Bäckerei betrieben. Über Ladnerwerb 1858 erfolgt die Aussiedlung in die Pappenheimer Straße. Auf Josef Michel (1897-1963) folgt Robert Michels. Der Hof ist 1979 viehlos und 1988 wird die Landwirtschaft verpachtet. Die meisten Flächen sind dem Gewerbegeit zum Opfer gefallen.
Hof Heidenreich in Warburg
Der Hof Antonius, dann August Heidenreich führt Buch von 1910 bis1939 über Ausgaben und Einnahmen, sowie Wetter und Tätigkeiten. Der Hof wird 1891 vom Markplatz der Neustadt in vor das Paderborner Tor (Lange Str. 122) ausgesiedelt. Der Betrieb entwickelt sich flächenmäßig. Mindesten zwei Zuchtstuten sorgen für Pferde-Nachwuchs. Schon vor dem Ersten Weltkrieg sind Futterschneider (elektrisch) und Binder auf dem Hof. Danach wir die Milchwirtschaft Schwerpunkt mit Verkauf an die Molkerei, das Krankenhaus und Hofverkauf, Über Jahrzehnte kommen „Rübenmädchen“ aus dem Eichsfeld von Mai bis Oktober. Je zwei Knechte und Knechte waren ganzjährig beschäftigt. Mit Kindermädchen und Lehrköchin leben 13 Personen im Haushalt. Die Familie August Heidenreich bekommt 8 Kinder, darunter der Mediziner und Genealoge Friedrich Heidenreich. Um 1968 ist das Kapitel Landwirtschaft vorbei. Die meisten Flächen werden bebaut mit Gewerbe und Straßen. Der Hof wird 2011 abgerissen.
Vgl. Westfalen-Blatt v. 21.09.2016: "Rübenmädchen" kamen aus dem Eichsfeld
Hof Tillmann in Bonenburg (Berghof)
Antonius Tillmann ist Landwirt in 4. Generation und wirtschaftet als konventioneller Gemischtbetrieb mit 55 Kühen, 1.000 Mastschweinen aus 100 ha. Antonius T. ist Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, seine Frau, Dagmar Feldmann, ist Dozentin an der Landvolkshochschule Hardehausen.
Hof Rose-Dunschen GbR in Daseburg
Die intensive Milchviehhaltung mit 55 Kühen wird 1989 beendet. Auf 200 ha (davon 30 ha eigen) werden Zwiebeln, Kartoffeln angebaut und als Spezialisierung erfolgreich durchgeführ mti neuerLagerhaltung usw. .
Aussiedlungen nach 1945
Aus der Ackerbürgerstadt sind erst wenige Betrieb ausgesiedelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg geschieht dies mithilfe des Amtes für Agrarordnung, das in Warburg beheimatet ist, in großer Zahl. Fast 200 (193) Höfe werden ausgesiedelt aus Stadt und Dörfern. In Dössel werden über das Musterverfahren von 1957 16 Höfe ausgesiedelt: 4 in Dössel, 1 in Daseburg, 11 in Warburg). Flächen werden arrondiert und verbessert, Feldwege angepasst und in den Dorfkernen wird saniert.
Strukturwandel als beispiel im Gutsbetrieb
Der Großbetrieb Kloster Warburg wird als Beispiel für einige Entwicklungen vorgestellt. 1811 wird der Klosterbetrieb privatisiert. Auf den 250 ha (davon 150 ha Ackerland) arbeiten viele Personen in den Ställen, auf dem Feld. Die Erträge steinen zwischen 1870 unjd 2000 um 40 % (?). Ab 1890 werden Zuckerrüben angebaut, die Schafherde(300 Kopf) geht 1964 vom Hof, 1972 ist der Betrieb viehlos. Feldmäuse wird ein Schwerpunkt mit Erbsen, Dicken Bohnen und Buschbohnen. Dr. Gerd Ritgen (1910-1998) setzt viele Akzenten in Tierzüchtung und durchgehend mit der aufwändigen Saatgutvermehrung.
Aussiedlungen nach 1945
Aus der Ackerbürgerstadt sind erst wenige Betrieb ausgesiedelt… Nach dem Zweiten Weltkrieg geschieht dies mithilfe des Amtes für Agrarordnung, das in Warburg beheimatet ist, in großer Zahl. Fast 200 (193) Höfe werden ausgesiedelt aus Stadt und Dörfern. In Dössel werden über das Musterverfahren von 1957 16 Höfe ausgesiedelt: 4 in Dössel, 1 in Daseburg, 11 in Warburg). Flächen werden arrondiert und verbessert, Feldwege angepasst und in den Dorfkernen wird saniert.
Aus der Ackerbürgerstadt sind erst wenige Betrieb ausgesiedelt… Nach dem Zweiten Weltkrieg geschieht dies mithilfe des Amtes für Agrarordnung, das in Warburg beheimatet ist, in großer Zahl. Fast 200 (193) Höfe werden ausgesiedelt aus Stadt und Dörfern. In Dössel werden über das Musterverfahren von 1957 16 Höfe ausgesiedelt: 4 in Dössel, 1 in Daseburg, 11 in Warburg). Flächen werden arrondiert und verbessert, Feldwege angepasst und in den Dorfkernen wird saniert.
Zu den Agrarreformen des 19. Jh.
Die preußischen Agrarreformen bringen die Ablösung der Pflichten und Dienst durch Geldzahlungen. Die Bauern werden durch die Emanzipation 1803 Eigentümer und verkaufen teilweise Land und nehmen Kredite auf, Kassen und Genossenschaften entstehen erst um 1850. Erst ab dieser Zeit finden die Separationen der alten Gemeinflächen statt, Meliorationen und Wegebau werden durchgeführt. Neue Erkenntnis auf den Gebieten der Dünung, Züchtung und Fütterung werden durchgeführt. 1853 bekommt Warburg die Eisenbahn. Der landw. Kreisverein (1838) und die Landwirtschaftsschule (1885) bringen den Fortschritt mit sich.
Zur frühen Neuzeit
Es gibt noch keinen Handelsdünger, der Viehbesatz ist gering und auch Pferde sind nicht überall vorhanden. Der Handel stagniert und es gibt kaum Erzeugnisse über den Eigenbedarf hinaus. Die Produktion kommt nicht voran. Erst nach 1750 kommen die Ackerfrüchte Kartoffeln und Rüben hinzu. Die Landesherren verlange Landschatzung auf Grund und Boden für Militär. In Warburg und Ortschaften gibt es viele Juden, deren wirtschaftliche Tätigkeit eng traditionell mit der Landwirtschaft verflochten ist. Handel, Viehhandel und Geldgeschäfte sind vorwiegend in ihrer Hand. Der Aspekt der wirtschaftlichen Verflechtung wird in der Ausstellung nicht erwähnt.
Zum Mittelalter
Das Land gehörte den Grundherren, also dem Adel, den Kirchen und Klöster, Zum Kloster Zisterzienser-Hardehausen gehörten die vier Amtsdörfer Bonenburg, Nörde, Rimbeck, Scherfede. Die Bauern waren abgabepflichtig mit dem Zehnten und waren Leibeigene. Das Anbausystem Dreifelderwirtschaft herrschte über J<ahrhunderte, bis sich das System Winterung – Sommerung – Brache durchsetzter. Der Hakenpflug wurde durch den Beetpflug abgelöst. Warburg wird landwirtschaftliches Zentrum mit Getreidehandel.